Audiovisuelle Kulturtechnik erhalten.

Dieses Projekt widmet sich zentralen gesellschaftlichen Fragen zum nachhaltigen Erhalt von Wissen und zur Zukunft von Sammlungen. Ausgehend von einem konkreten Fallbeispiel werden innovative Formen der Partizipation, Interaktion und Vermittlung für Sammlungen, Museen und Gedächtnisinstitutionen entwickelt. Gleichzeitig trägt das Projekt zur langfristigen Sicherung einer aussergewöhnlichen Sammlung audiovisueller Systeme und Geräte bei.

Träger des Projekts ist der Verein HISTORIAV. Im Vorstand engagieren sich Vertreter:innen aus Wissenschaft, Forschung und der Filmbranche, die ihre fachliche Expertise in die Weiterentwicklung des Projekts einbringen.

HISTORIAV ist zudem Netzwerkpartner im Projekt „Forschung mit und zu analogen Filmgeräten privater Schweizer Sammlungen“ der Hochschule Luzern. Weitere Institutionen und Bildungs- und Forschungseinrichtungen haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet

Eine neue Art der Erinnerung
Ein digitaler Research Hub für audiovisuelle Medien

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer digitalen Plattform, die historische und aktuelle audiovisuelle Verfahren als prägende Kulturtechniken präsentiert – von der Laterna Magica über analoge Kameras, Tongeräte und Projektoren bis hin zu modernen digitalen Aufnahme-, Bearbeitungs- und Wiedergabeverfahren.

Die Plattform wird als öffentlich zugängliche Sammlung konzipiert und richtet sich gleichermassen an Forschung und Lehre an Hochschulen, an Bildungsinstitutionen sowie an eine interessierte Öffentlichkeit. Parallel dazu wird die physische Sammlung an eine namhafte Gedächtnisinstitution übergeben, um deren langfristige Sicherung und Zugänglichkeit zu gewährleisten.

Kultur-Techniken
Die Sammlung

Die Sammlung Kultur-Techniken rückt Technik als grundlegende Voraussetzung audiovisueller und filmischer Werke in den Fokus. Anders als Malerei oder Literatur sind sie ohne technische Mittel nicht reproduzierbar – und damit nicht existent. Technik ist hier ein integraler Bestandteil der Kunst und als Kulturtechnik von nachhaltigem Wert.

Die Plattform
Ein digitaler Research Hub

Die Plattform versteht sich nicht als klassische Objekt-Datenbank, sondern als umfassende Wissensplattform. Der digitale Research Hub vereint die Metadaten tausender audiovisueller Objekte aus nahezu allen Bereichen audiovisueller Kommunikation mit vertiefendem Hintergrundwissen, Funktionsdemonstrationen und begleitenden Oral-History-Filmen.

Das digitale Archiv

Grundlage des Projekts ist die systematische Digitalisierung der Sammlung sowie die Erfassung und Recherche aller zugehörigen Informationen und Metadaten. Über eine Laufzeit von drei Jahren sichert das Projekt nicht nur den langfristigen Erhalt einer aussergewöhnlich umfangreichen medienarchäologischen Sammlung, sondern schafft zugleich eine einzigartige digitale Research-Plattform.

Technologie-Filme

Zu ausgewählten Schlüsseltechnologien und Geräten entstehen Demonstrationsfilme, die Funktionsweise und Wirkprinzipien der jeweiligen Systeme anschaulich vermitteln. Ergänzt werden diese durch originale Datenblätter, technische Dokumentationen und Publikationen der Hersteller.

Wissen aus erster Hand
Oral History

Der Übergang von der analogen zur digitalen Welt vollzog sich in mehreren entscheidenden Entwicklungsschritten. Einige der massgeblichen Zeitzeugen und Protagonisten dieser technologischen Umbrüche leben noch heute. In Oral-History-Filmen geben sie ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Perspektiven weiter.

Wir danken unseren Unterstützer:innen:

Stiftungen:
Darüber hinaus danken wir weiteren Stiftungen und Unterstützer:innen, die uns vertrauensvoll unterstützen und bewusst auf eine namentliche Nennung verzichten.
Institutionen und Partner:

Design Film Kunst

Universität Basel

Seminar für Medienwissenschaft

Mitglieder und Donatoren
Wir sind auf dem Weg!

Das Projekt ist in mehrere Teilbereiche gegliedert. Nachfolgend der aktuelle Stand der einzelnen Arbeiten:

0. Fundraising

Bis Ende 2025 konnten bereits rund 75 % des Projektbudgets gesichert werden. Für die Realisierung der nächsten Projektphasen arbeiten wir aktuell an der Finanzierung der verbleibenden 25 %.

1. Die digitale Plattform

Derzeit finden intensive Recherche- und Konzeptarbeiten gemeinsam mit Institutionen und potenziellen Partnern statt. In Zusammenarbeit mit der HSLU – Hochschule Luzern werden zudem konkrete Anwendungsbeispiele für die zukünftige Plattform entwickelt und erprobt.

2. Digitalisierung und Erhalt der Sammlung

Mehr als 1’200 Objekte wurden bereits in 360-Grad-Fotografie erfasst. Aktuell liegt der Fokus auf der fotografischen und dokumentarischen Erfassung grosser Objekte und komplexer Systeme bis zum Jahresende. Parallel dazu werden besonders gefährdete Themenbereiche wie Tonbildschau, Multivision sowie ausgewählte Konvolute (u. a. Boeniger, Eidophor) gesichert und dokumentiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherung, Recherche und Digitalisierung der zugehörigen Unterlagen und Dokumente. Zudem hat sich eine namhafte europäische Gedächtnisinstitution bereit erklärt, die physische Sammlung zu übernehmen.

3. Oral History-Filme

Bisher haben 15 Protagonistinnen und Protagonisten in ersten Interviews und Aufnahmen ihre persönlichen Erfahrungen und Geschichten festgehalten, weitere sind in Planung.

4. Technologie-Filme

Die Rekonstruktion einer 9-Projektoren-Multivision der VBZ aus dem Jahr 1980 konnte im Trammuseum dokumentiert werden. Aufbauend darauf entsteht ein erster Technologie-Film zur Technik der Mehrprojektor-Multivision. Parallel dazu recherchieren wir weitere erhaltene Multivisionen und historische Beispiele aus diesem Bereich.

Wer wir sind

HISTORIAV ist eine interdisziplinäre Gemeinschaft aus Medienschaffenden, Hochschuldozierenden, Filmproduzentinnen und -produzenten sowie Filmschaffenden. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, das Wissen über die kulturtechnologischen Grundlagen audiovisueller Produktion zu bewahren und für Forschung, Weiterbildung und ein breites Publikum zugänglich zu machen. Der Verein steht Institutionen ebenso wie Privatpersonen offen, die dieses Ziel teilen. HISTORIAV ist als gemeinnütziger, steuerbefreiter Verein organisiert.

Statuten PDF

Gründungsmitglieder und Vorstand

Susann Vogel

Präsidentin
Wantmore GmbH

Prof. Dr. Florian Krautkrämer

Vorstandsmitglied
Hochschule Luzern – Design Film Kunst

Christoph Vogel

Vorstandsmitglied
IT und technische Beratung

Prof. Dr. Ute Holl
Universität Basel

Seminar für Medienwissenschaft


Nicole Barras
Geschäftsleiterin

Schweizer Syndikat Film und Video SSFV

Lic. Phil I Peter Neumann
Autor, Filmhistoriker

Stephan Läuppi
Filmemacher
Opendoor Productions


Reini Briegel
Filmemacher
Universität Zürich

Peter Beck

Initiant
Creative Producer

Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins können sämtliche natürlichen oder juristischen Personen werden, die den Vereinszweck unterstützen.

Silber-Mitglied Jahresbeitrag CHF 100.00

Gold-Mitglied Jahresbeitrag CHF 500.00

Platin-Mitglied Jahresbeitrag CHF 1000.00

Projekt-Partner

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Kontakt

HISTORIAV
Hermetschloostrasse 77
8048 Zürich
Schweiz

office@historiav.ch